DR. PHIL. OLIVER FLORIG

Therapie, Coaching, Paarberatung & Philosophie
in Kempten und Heidelberg

Gut leben – trotz Corona

Wie kann man umgehen mit Corona? Wie klar kommen mit der Angst, die von dieser Epidemie ausgelöst wird? Wie kann man trotz Corvid-19 sinnvoll und gut leben? Zu diesen und anderen Fragen finden Sie Ideen auf dieser Seite. Außerdem biete ich Beratungen am Telefon oder per Videokonferenz an.

Kontakt unter: 017683002230 oder info@oliver-florig.de

Wie also können wir trotz Corona ein gelungenes Leben führen, ohne in Angst zu versinken aber auch ohne leichtsinnig zu werden?

 

Zunächst helfen ein paar Fakten:

  • So wichtig es ist, die Situation ernst zu nehmen, kann man doch sagen: Für die allermeisten von uns ist die Gefahr, an Corona zu erkranken, zumindest im Augenblick gering.

  • Wenn wir uns alle an die Regeln der Behörden halten, können wir diese Gefahr für uns und für andere deutlich senken.

  • Selbst wenn Sie krank werden, haben die meisten Menschen – je nach persönlicher Kondition – gute Chancen, diese Krankheit schadlos zu überstehen.

 

Den Alltag gut gestalten

Nun möchte ich in den nächsten Monaten Corvid-19 nicht nur irgendwie überleben, ich möchte auch gut leben. Wie könnte das gehen? Hier ein paar Ideen:

  • Lenken Sie die Aufmerksamkeit nicht ständig auf immer dasselbe Thema: Wenn Sie alles nötige über Corona wissen, hören Sie auf im Internet darüber zu lesen. Schauen Sie sich auch nicht jede Sendung dazu an. Beschäftigen Sie sich bewusst mit anderen Dingen.

  • Achten Sie bei Ihren Versuchen, eine Ansteckung zu vermeiden auf Verhältnismäßigkeit: Gar nicht mehr aus dem Haus zu gehen, ist – laut Virologen - übertrieben. Spaziergänge sind gesund! Es ist auch nicht verboten, sich mit einem Nachbarn von Balkon zu Balkon zu unterhalten. Und es macht sicher keinen großen Sinn, auch noch die allerletzte mögliche Ansteckungsquelle zu beseitigen.

  • Genießen Sie den Alltag, wo immer es geht: Wenn Sie z.B. zum Einkaufen gehen, müssen Sie nicht schnell durch die Straßen huschen. Vielleicht steht da am Straßenrand ein Magnolienbaum in voller Blüte? Vielleicht spüren Sie die Sonne auf der Haut? 

 

Sinnerfüllt leben – gerade jetzt

Zum guten Leben gehört es für mich auch, hier und jetzt sinnvoll zu leben. Sinnvoll zu leben, das heißt ein Leben zu führen, mit dem ich einverstanden und zufrieden sein kann. Wenn ich Sinn finde, dann bin ich im Kontakt mit etwas, das ich als wertvoll, wichtig, gut oder schöne erkenne. 

Wenn wir uns jetzt rücksichtsvoll verhalten und zur Überwindung der Krise beitragen, ist das in hohem Maße sinnvoll. Außerdem gibt es auch jetzt ganz individuelle Sinnmöglichkeiten. Zu diesem Thema habe ich ein paar Fragen formuliert:

  • Gibt es etwas, für das Sie jetzt endlich Zeit haben? Gibt es z.B. Bücher, die Sie schon immer lesen wollten? Hat es vielleicht auch schöne Seiten, Zeit für die Menschen zu haben, mit denen man zusammen wohnt? Haben Sie Freunde, die Sie schon lange einmal anrufen wollten?

  • Kennen Sie Menschen, die Sie jetzt unterstützen können? Vielleicht gibt es ja jemanden, für den Sie einkaufen oder den Sie aufheitern können?

  • Sinn kann man unter anderem dadurch finden, dass man eine gute und hilfreiche innere Einstellung oder Haltung einnimmt. Sie können sich also fragen: Welche innere Einstellung ist jetzt hilfreich? Und was macht die Situation nur schlimmer - für Sie und für andere? 

 

Die Angst nutzen!

Für Leute, die gerne die Probleme bei Ihrem Kern anpacken, hätte ich eine gewagte Frage: Was hat sich durch Corona eigentlich geändert, wenn man mal von den äußeren Einschränkungen absieht?

Eines jedenfalls ist gleich geblieben: Wir alle schweben ständig in Lebensgefahr. In diesem Moment, in dem ich diesen Text schreibe, könnte ich an einem plötzlichen Herztod sterben. Dennoch ordne ich nicht mein ganzes Leben dem Versuch unter, gesund zu bleiben. 

Stattdessen stelle ich mich – nicht ständig aber immer wieder – meiner Angst vor dem Tod und frage mich:

 

  • Lebe ich eigentlich so, wie ich leben will? 
  • Wenn ich jetzt gehen müsste, was würde ich bereuen? Was hätte ich gerne anders gemacht?
  • Wie muss ich leben, damit ich am Ende meines Lebens sagen kann: Es war gut!
  • Was verliert mit Blick auf den Tod an Bedeutung? Was wird wichtiger?
  • Worauf kann ich hoffen und vertrauen - auch im Angesichts der Angst und im Angesicht des Todes?

 

Das sind Fragen, die einen immer angehen. Nur gehen sie oft im Alltag unter. Die Angst, die wir jetzt vielleicht empfinden, durchbricht den Alltag. Daher ist jetzt vielleicht wieder Zeit, sie zu stellen. 

Wenn wir diese Fragen stellen, haben wir die Chance, wesentlicher zu werden. Dann leben wir vielleicht mehr als bisher im Einklang mit dem, was uns wirklich wichtig ist. Wir können die Angst also nutzen, um selbstbestimmter und authentischer zu leben.

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